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Monatsbericht August: Deutsches Geschäftsklima schwächt sich weiter ab
06.09.2012 - 08:18 - Kategorie: Management und Unternehmensberatung - (ptext)
Ausblick erleidet deutlichen Einbruch (Zoom)
Deutsches Geschäftsklima trübt sich Ende August weiter ein
Das deutsche Geschäftsklima hat sich auch im August weiter abgeschwächt. Dies zeigt die jüngste Erhebung des europäischen Wirtschaftsforschungsinstituts EUWIFO
mit Sitz in Zürich. Der Rückgang fällt mit 1,0 Punkten - von 94,3 Ende Juli auf 93,3 Ende August - rechtdeutlich aus, ist jedoch geringer als im Vergleichszeitraum Juni/Juli. Die Verschlechterung des Konjunkturklimas ist sowohl auf eine pessimistischere Einschätzung der wirtschaftlichen Zukunft, als auch auf eine negativere Lagebeurteilung zurückzuführen. Die Abschwächung der Erwartungskomponente fiel jedoch deutlich signifikanteraus.
Ausblick erleidet deutlichen Einbruch
Der wöchentlich erhobene EUWIFO Business Monitor verschlechterte sich kontinuierlich über den gesamten Monat August. Diese Eintrübung des Geschäftsklimas basiert vor allem darauf,dass die befragten geschäftsführenden Gesellschafter pessimistischer in die Zukunft blicken: Die Erwartungskomponente
sank im Beobachtungszeitraum um 1,9 auf 92,9 Punkte. Die Situationskomponente fiel ebenfalls, wenn auch im geringeren Ausmaß: Verzeichnete der Teilindex Ende Juli noch 93,8 Punkte, landete der Wert Ende August bei93,6 Zählern.
Zögerliche Haltung von EZB und EU lässt die Märkte zittern
EUWIFO Managing Partner Stefan James Lang sieht in dem sich abschwächenden Konjunkturklima ein "Indiz dafür, dass das Zaudern und Zögern von EU-Partnern und EZB - langsam, aber sicher - die Realwirtschaft belastet". Lang: "Die EU steckt in einer Zwickmühle. Einerseits wird gefürchtet, dass durch eine teilweise Vergemeinschaftung der europäischen Staatsschulden - Stichwort Aufkauf von Bonds durch die EZB - falsche Anreizmechanismen für den Reformeifer der betroffenen Staaten gesetzt werden,andererseits belastet das Karussell aus ständig steigenden Renditen für Staatspapiere die Staatshaushalte und die konjunkturelle Entwicklung stark. Es bleibt abzuwarten, welche strategischen Entscheidungen beim EZB-Gipfel kommenden Donnerstag getroffen werden."
Handel trotzt AbwärtstrendDie Verschlechterung des Geschäftsklimas Ende August hatte ihren Niederschlag in beinahe allen Wirtschaftsbereichen.
Besonders stark betroffen war der Bausektor. Der entsprechende Branchenindex sank von Ende Juli um 5,2 Punkte auf 97,0 Punkte Ende August. Er befindet sich damit zum ersten Mal seit März wieder unter der Expansionsmarke von 100 Punkten. Bergab mit dem Geschäftsklima ging es auch im Dienstleistungsbereich. Der
entsprechende Indikator fiel im selben Beobachtungszeitraum um 1,5 auf 91,2 Punkte. Eine positive Ausnahme ist der Handel: Der Branchenindex für Einzel- und Großhandel legte leicht von 95,2 auf 95,4 Punkte zu. Was die abgefragten Themenbereiche angeht, war erstmals seit März eine Stabilisierung bei den Auftragseingängen zu beobachten (0.0 Punkte gegenüber dem Vormonat). Der Index, der die Profite und Umsätze bewertet, legte leichtvon 97,5 auf 97,8 Punkte zu. Negativ hingegen entwickelten sich Kosten (-0,5 Punkte gegenüber dem Vormonat),die Beschäftigtenzahlen (-1,0 Punkte) und das Investitionsklima (-0,6 Punkte.)
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Pressekontakt
EUWIFO AG
Das Europäische Wirtschaftsforschungs-Institut
Stefan James Lang
Rigistrasse 9
8006 Zürich
Switzerland
Phone 0041 44 344 5681
Unternehmensprofil
EUWIFO, the European Economic Research Institute in Zürich, is a privately owned firm specialized in market and economic research worldwide. The EUWIFO Business Monitor is a survey that aggregates business owners' and selected CEO's' assessment of their business's current and future performance the business environment. The survey provides high quality, primary data to forecast business cycles. The survey is currently conducted in over 35 countries. The Business Monitor is unique as it is (1) it is exclusively conducted with active business owners and selected CEOs, (2) the speed in which the results are published and (3) it's extensive geographical coverage.
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