Benko’s Signa-Konzern: Angestiegenem finanziellen Risiko ausgesetzt?

Renommiert für seine Großprojekte wie das berühmte Kaufhaus KaDeWe in Berlin, findet sich der Signa-Konzern von René Benko plötzlich in einer finanziell schwierigen Lage. Darauf deutet die Insolvenzanmeldung der Tochtergesellschaft Signa Real Estate Management Germany GmbH hin.

Finanzielle Schwierigkeiten innerhalb des Konzerns

Erste Anzeichen der Schwierigkeiten lassen sich in der Liquiditätsversorgung der operativen Unternehmen des Konzerns erkennen. Es fehlen hunderte von Million Euro. Diese Situation erhöht das finanzielle Risiko für René Benko und seine Mitgesellschafter, die Befürchtungen um die Sicherheit ihrer dreistelligen Millionenhöhe Anteile haben könnten.

Risiken für die Fremdkapitalgeber

Die Risiken betreffen auch die Fremdkapitalgeber des Konzerns. Deutsche und österreichische Banken, Versicherungen und andere Unternehmen sind davon betroffen. Unter diesen finden wir auch institutionelle Investoren wie R+V Versicherung, RAG-Stiftung und Union Investment, die an wichtigen Signa-Unternehmen beteiligt sind.

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Verbindlichkeiten gegenüber Kreditgebern

Die Landesbank Helaba, die Versicherer Signal Iduna und Ergo sowie die Bayerische Versorgungskammer sind als Kreditgeber für mehrere Immobilienprojekte in mittlerer dreistelliger Millionenhöhe beteiligt. Ein besonderes Risiko besteht für diese Kreditgeber, da einige der Kredite für Immobilienentwicklungsprojekte vergeben wurden, die unter steigenden Bau- und Materialkosten leiden.

Auswirkungen auf Aktionäre und weitere Investoren

Die R+V Versicherung, die RAG-Stiftung mit jeweils fünf Prozent Beteiligung an der Signa Prime Selection und der Versicherer LVM mit knapp drei Prozent Beteiligung sind von der Krise betroffen. Die Fondsgesellschaft Union Investment hat trotz der beginnenden Zinswende und Abkühlung des Immobilienmarktes in erheblichem Umfang bei Signa investiert.

Folgen für die Sporthandelstochter der Signa-Gruppe

Die Insolvenz der Sporthandelstochter der Signa-Gruppe hat bereits konkrete Auswirkungen auf ihre Aktionäre, darunter auch die R+V Versicherung und die RAG-Stiftung. Es ist anzumerken, dass eine Reihe von Topmanagern, die in den Signa-Deals involviert waren, ebenfalls von den Folgen der Krise betroffen sein könnten.

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