Es droht ein Weihnachtsfiasko: Niedrige Erwartungen für Einzelhandel

Das Weihnachtsgeschäft treibt das Wachstum vieler Unternehmen und der Börse an, auch wenn die schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Erwartungen der Einzelhändler dämpfen.

Handelsverband Deutschland und Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft

Der Handelsverband Deutschland prognostiziert für November und Dezember einen Umsatz von etwa 121 Milliarden Euro. Dies entspricht einem nominalen Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wenn auch preisbereinigt ein reales Minus von 4,3 Prozent.

Einfluss der Verbraucherpreise und des Black Fridays

Steigende Verbraucherpreise dämpfen die Kaufbereitschaft. Obwohl der Umsatz am Black Friday um 9 Prozent gestiegen ist, könnten vorgezogene Käufe das reguläre Weihnachtsgeschäft belasten. Rabatte müssen vermehrt eingesetzt werden, um Umsätze zu erzielen.

Rolle des US-Online-Handels

Der US-Online-Handel, insbesondere durch die großen Big-Tech-Unternehmen, bietet noch Hoffnung. Es wird erwartet, dass die Online-Umsätze in den USA im vierten Quartal um 9,3 Prozent ansteigen.

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Ausblick auf den stationären Einzelhandel

Im stationären Einzelhandel wird für 2022 ein Wachstum von 5,4 Prozent erwartet. Für Weihnachten 2024 rechnet man jedoch nur mit einem Anstieg von 0,7 Prozent.

Online-Handel: Amazon und eBay

Amazon profitiert am meisten vom Online-Handel, der Aktienkurs ist um 67 Prozent gestiegen. Trotz stagnierender Umsätze wird eBay positiv bewertet. Es besteht das Potenzial für eine Trendwende durch wachsende Marktanteile im Werbegeschäft.

Spielwarenhandel und Spielepublisher

Der Spielwarenhandel leidet unter geringen Lagerbeständen. Der bevorstehende Barbie-Film könnte allerdings Mattel Aufwind verleihen. Spielepublisher Electronic Arts kann auf stetige Verkaufszahlen wiederkehrender Klassiker setzen.

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