Entsetzen: Stendalbus verabschiedet sich vom Deutschlandticket-Programm!

Stendaler Verkehrsunternehmen (Stendalbus) zieht sich aus dem Deutschlandticket-Programm zurück, der erste Landkreis wegen zu hoher Kosten und geringer Nutzung.

Gründe für den Rückzug

Die Kreise in Deutschland sind verantwortlich für den öffentlichen Nahverkehr und die damit verbundenen Kosten. Stendalbus sieht sich mit steigenden Ausgaben konfrontiert und erwartet Einnahmeausfälle in Höhe von 40.000 Euro von Januar bis April 2024.

Anstatt die beabsichtigte Ticketpreiserhöhung von 15% für 2024 durchzuführen, zieht sich Stendalbus lieber zurück. Diese Erhöhung hätte zu höheren Einnahmeausfällen geführt, als der von Bund und Ländern bereitgestellte Unterstützungsfonds von 3 Mrd. Euro abdecken kann.

Die Auswirkungen der Entscheidung

Das 49-Euro-Ticket wird oft als “Nagel auf dem Sarg der ÖPNV-Finanzierung” bezeichnet. Die Verkehrsunternehmen sind aktuell mit bis zu 20% gestiegenen Personal-, Kraftstoff- und Energiekosten konfrontiert, was zu weiteren finanziellen Belastungen führt.

Stendalbus ist nicht allein mit dieser Entscheidung. Mindestens zehn weitere Kommunen aus dem Westen Deutschlands denken auch über den Ausstieg aus dem Deutschlandticket nach.

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Forderungen und Zukunft des Deutschlandtickets

Trotz Versuchen von Sachsen-Anhalt, mehr Geld zur Verfügung zu stellen, fordert Stendalbus ein vollfinanziertes Konzept für das Deutschlandticket ab dem 1. Mai 2024.

Der sogenannte Tod des Deutschlandtickets wird als “in Raten” passieren beschrieben, trotz einer guten Idee und breiter Anerkennung.

Die Branche wird aufgefordert, sich zu modernisieren und den Verwaltungsapparat zu verkleinern, um die Effizienz zu steigern und die Kosten zu senken.

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