Achtung! Die neuen Rentengesetze könnten Ihr Einkommen beeinflussen

Der Gesetzesentwurf zum Rentenpaket, vorgebracht von Sozialminister Hubertus Heil und Finanzminister Christian Lindner, hat zwei wichtige Änderungen vorgestellt: eine Haltelinie beim Rentenniveau von 48 Prozent und ein sogenanntes Generationenkapital.

Rentenniveau und Haltelinie

Das Rentenniveau ist definiert als das Verhältnis einer Standardrente zum aktuellen Durchschnittseinkommen. Ziel dieser Regelung ist es, dass die Renten die Lohnentwicklung widerspiegeln. Die Haltelinie beim Rentenniveau von 48 Prozent galt bisher nur bis 2025, wird nun aber länger gültig sein.

Finanzierung der Rente

Bislang wurde die Rente aus Beitragssätzen und einem Bundeszuschuss finanziert. Die Beitragssätze lagen seit 2018 bei 18,6 Prozent und wurden von Arbeitnehmern und Arbeitgebern geteilt. Diese Beitragssätze sollen bis 2027 bei 18,6 Prozent bleiben, danach ist allerdings eine Steigerung wahrscheinlich.

Das Generationenkapital

Um die Beiträge zu entlasten, plant die Bundesregierung ein Generationenkapital. Dieses wird von einer politisch unabhängigen Stiftung verwaltet und das Geld wird am Kapitalmarkt angelegt. Der Start ist für 2024 mit 12 Milliarden Euro geplant, die Summe soll jährlich um 3 Prozent steigen. Eine weitere geplante Maßnahme ist die Übertragung von Bundesbeteiligungen an das Generationenkapital mit dem Ziel, eine langfristig gleichmäßige Kapitalmarkterendite zu erzielen.

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Das Generationenkapital soll durch Rendite und Zinseszins bis 2036 mindestens 200 Milliarden Euro ansammeln. Die Jahreserträge aus diesem Fonds sollen die Rentenversicherung entlasten. Es wird erwartet, dass der Beitragssatz dank dieser Zuschüsse um 0,3 Prozentpunkte gesenkt werden kann.

Sonstige Hinweise

Im Zusammenhang mit der Aktienrente ist zu beachten, dass kein Teil der individuellen Rentenbeiträge direkt in den Kapitalstock fließt. Zudem ist die Schuldenbremse für das Generationenkapital irrelevant.

Trotz dieser Änderungen wird empfohlen, weiterhin privat für das Alter zu sparen. Die geplanten Reformen haben auch Auswirkungen auf die betriebliche Altersvorsorge und private Sparpläne.

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