Sportscheck, der Sportartikelhändler von Signa-Holding, steht vor großen finanziellen Problemen und sieht sich gezwungen, Insolvenz anzumelden. Mit 34 Filialen und einem Jahresumsatz von 350 Millionen Euro, ist das Unternehmen nun zahlungsunfähig.
Übernahme durch Frasers Group auf Eis gelegt
Die geplante Übernahme des Unternehmens durch die britische Frasers Group wird vorerst nicht durchgeführt. Trotz dies, gibt es weitere potenzielle Investoren, die ein Interesse an Sportscheck gezeigt haben.
Operationen laufen normal weiter
Trotz der finanziellen Schwierigkeiten arbeiten alle Filialen, der Kundendienst und der Online-Shop von Sportscheck weiterhin wie gewohnt.
Insolvenz als Chance
Der Geschäftsführer von Sportscheck, Matthias Rucker, sieht in der Insolvenz die Möglichkeit, das Unternehmen zu stärken.
Eigentum von Signa Retail
Sportscheck gehört seit drei Jahren zur Warenhaussparte von Signa Retail, einem österreichischen Immobilien-Investor. Trotz der langjährigen Unrentabilität von Sportscheck unter dem vorherigen Eigentümer Otto, hatte Signa bei der Übernahme eine Investitionsoffensive angekündigt.
Probleme mit der Digitalisierung und Abhängigkeit von großen Sportmarken
Sportscheck kämpft mit Problemen im Bereich der Digitalisierung und einem Abhängigkeitsverhältnis zu großen Sportmarken wie Adidas und Nike.
Liquiditätsprobleme seit September
Bereits im September war die Liquidität von Sportscheck gefährdet. Am Mittwoch hat Signa Retail Gläubigerschutz beantragt, mit dem Ziel, das Unternehmen abzukoppeln und geordnet zu liquidieren.
