Gefahr der Preiserhöhung wegen Lohnwachstum in Deutschland

Die aktuelle wirtschaftliche Situation und Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) war ein zentrales Thema der Pressekonferenz, die von Präsidentin Christine Lagarde abgehalten wurde.

Interessanterweise haben Streiks im deutschen Flug- und Bahnverkehr dazu geführt, dass viele Medienvertreter und Ratsmitglieder nicht teilnehmen konnten. Insbesondere Lokführer und Lufthansa-Bodenpersonal führten die Streiks durch, um höhere Löhne zu fordern.

Löhne und Inflation

In ihrer Rede hat Lagarde angedeutet, dass der Anstieg der Löhne den inländischen Preisdruck erhöhen könnte. Trotz Anzeichen für eine Verlangsamung des Lohnwachstums betont sie, dass die Inflation höher ausfallen könnte, falls die Löhne stärker als erwartet ansteigen. Lagarde warnte auch vor den Risiken einer Inflation durch die Konflikte im Nahen Osten und Unternehmen, die ihre Gewinnmargen hochhalten könnten.

Inflationsprognose und Leitzins

Für dieses Jahr prognostiziert die EZB eine Inflationsrate von 2,3 Prozent, für die beiden folgenden Jahre 2,0 und 1,9 Prozent. Dies ist im Einklang mit dem EZB-Mandat der Preisstabilität, das eine Inflationsrate von 2,0 Prozent als Ziel setzt. Im Hinblick auf die Leitzinsen gab es in dieser Sitzung keine Diskussionen über eine Senkung. Der Hauptrefinanzierungssatz bleibt bei 4,5 Prozent und der Einlagensatz bei 4,0 Prozent.

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Wirtschaftswachstum und Anlegeraussichten

Das Wirtschaftswachstum zeigt sich weniger dynamisch. Der EZB-Stab rechnet für dieses Jahr nur mit einem Wachstum von 0,6 Prozent in der gesamten Eurozone. Trotzdem könnten Anleger von der Aussicht auf nur langsam sinkende Leitzinsen profitieren und eine reale Verzinsung erzielen.

Was die Mindestreserve betrifft, so gibt es Hinweise darauf, dass die EZB in der nächsten Sitzung Entscheidungen treffen könnte. Volkswirte erwarten nun keine Senkung der Leitzinsen vor Juni.

Die Herausforderung der Lohnforderungen

Die Frage, die im Raum steht, ist, ob die aktuelle Wirtschaftspolitik ausreicht, um weitere Streiks für höhere Löhne zu verhindern.

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