Schockierend: KaDeWe-Gruppe meldet Insolvenz an!

Ende Januar kam die Nachricht: Die KaDeWe-Gruppe hat Insolvenz angemeldet.

Um den Insolvenzprozess zu begleiten, wurden Experten der auf Insolvenzrecht spezialisierten Kanzlei Finkenhof und des Beratungsunternehmens PwC konsultiert. Die Hauptaufgabe der PwC-Experten war dabei das Aufkommen der offenen Forderungen.

PwC und die KaDeWe-Gruppe

Seit 2020 begleitet PwC eine staatliche Ausfallbürgschaft für einen Kredit der KaDeWe-Gruppe. Ursprünglich betrug dieser Kredit 90 Millionen Euro. Anfang dieses Jahres nahm PwC zudem einen Beratungsauftrag seitens der KaDeWe-Gruppe an.

Bundeswirtschaftsministerium plant Anpassungen

Das Bundeswirtschaftsministerium sieht aktuell keinen Interessenkonflikt in Bezug auf die Doppelrolle von PwC bei der KaDeWe-Gruppe. Dennoch plant das Ministerium, die Bestimmungen gegen Interessenkonflikte bei der Abwicklung von Staatsbürgschaften zu verändern. Es steht zur Debatte, ob Beratungsunternehmen für staatlich gestützte Unternehmen grundsätzlich ausgeschlossen werden sollten.

Kritik an der KaDeWe-Gruppe und PwC

Die KaDeWe-Gruppe soll staatliche Corona-Hilfen missbraucht haben. Es geht dabei um eine Summe von 52 Millionen Euro. Trotz eines Verbots scheint es, als seien Boni an die Geschäftsführung ausgezahlt worden. Sollte die Ausfallbürgschaft in Kraft treten, würde PwC prüfen müssen, ob die KaDeWe-Gruppe alle Bedingungen eingehalten hat.

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Die Rolle von PwC wird von der oppositionellen Linken stark kritisiert. Sie fordert, dass Beratungsunternehmen nicht gleichzeitig den Staat und das Unternehmen, das von einer Bürgschaft profitiert, beraten dürfen.

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