Warnung: Die Risiken, die Sie als Anleger kennen müssen

Ein Jahrzehnt nach der Eurokrise, erleben wir einen Rollentausch auf dem Anleihemarkt. Die ehemaligen Sorgenkinder der Gemeinschaftswährung, darunter Griechenland, Portugal und Spanien, scheinen nach langen Jahren der Sparpolitik eine beeindruckende Wende erzielt zu haben.

Die neue Dynamik der Wirtschaft

Die wirtschaftliche Dynamik scheint sich verändert zu haben. Deutschland und Frankreich, vormals als Stabilitätsanker angesehen, befinden sich nun in Wachstums- und Haushaltskrisen. Im Gegenzug werden die Ränder der Eurozone, die einst als unsicher galten, immer stabiler wahrgenommen.

Die Rezession in Deutschland

Deutschland, das in eine Rezession rutscht, rechnet mit einem Rückgang des Wirtschaftswachstums um 0,3 Prozent.

Das Wachstum im Süden Europas

Unterdessen zeichnen sich Spanien und Griechenland durch ein erwartetes Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent aus, Portugal mit 2,2 Prozent und Italien mit 0,7 Prozent.

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Anerkennung der Haushaltspläne

Die EU-Kommission hat die Haushaltspläne von Griechenland, Irland und Spanien anerkannt, während Deutschland und Frankreich durchgefallen sind.

Anleihenmarkt

Der Abstand zwischen den Zehnjahresanleihen aus Deutschland und Griechenland beträgt nur noch 1,2 Prozent. Diese Marktveränderungen sind auf verbesserte Budgetzahlen und den positiven Ausblick der kleineren Euro-Staaten zurückzuführen.

Die neue Anlagestrategie

Fondsmanager von JPMorgan oder Neuberger Berman setzen immer mehr auf Schuldtitel aus Peripherieländern. Investoren verlassen alte Denkmuster und suchen für höhere Renditen bei Anleihen der ehemaligen Randstaaten.

Langfristige Risiken

Die hohen Schuldenquoten stellen weiterhin ein langfristiges Risiko dar, etwa Griechenlands Schuldenquote, die 161 Prozent der Wirtschaftsleistung beträgt. Drei Viertel der griechischen Staatsschulden werden jedoch von den EU-Rettungsschirmen gehalten.

Zusammenbruch der traditionellen Marktordnung

Laut Commerzbank ist die traditionelle Ländereinordnung auf den Märkten zerbrochen. Dies markiert einen signifikanten Wandel in der Wahrnehmung und dem Umgang mit den europäischen Wirtschaftsmärkten.

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